Letztes Jahr hat uns die Unterwasserwelt Bunakens dazu animiert tauchen lernen zu wollen. Da man das ja am besten macht, also tauchen lernen, wenns warm ist, haben wir gerade 2 Wochen vor Urlaubsbeginn den Tauchkurs abgeschlossen und bis zur Abreise auch den vorläufigen Tauchschein erhalten. Somit kann es losgehen.
Wir schaffen es sogar die Flossen mit dazugehörigen Schuhen mit im Rucksack zu verpacken und trotzdem unter 15 kg zu bleiben. Von München über Düsseldorf und Singapur gehts nach Manado. Beim Einchecken am Flughafen München hat uns die nette Dame glatt gefragt, zu welchem Flughafen der Code MDC gehört: Manado in Nordsulawesi! Anscheinend kein so oft angesteuertes Ziel von München aus.

Die Flüge waren ruhig, angenehm und alles in allem dauert es einfach nur sehr, sehr, sehr lange bis man mal in Manado landet. Wir haben die Weiterreise ins Cakalang Resort auf Bunaken schon von zu Hause aus organisiert. So wartet da einer mit einem Schild, auf dem „Christian und Claudia“ steht vor dem Flughafen und bringt uns mit dem Taxi ans Meer. Dort müssen wir nur noch durchs Wasser zum Boot waten und einsteigen.

Bei der Ankunft auf Bunaken haben wir Glück: es hat Flut! So können wir direkt vor dem Cakalang Resort aus dem Boot in den Sand hüpfen.

Nach über 30 Stunden sind wir endlich, endlich angekommen.

Wir beziehen Zimmer Nummer 4 im Haus und halten die paar Stunden bis zum Abendessen auch noch durch. Dann fallen wir totmüde ins Bett, schlafen wunderbar und lassen den 1. Tag mal ganz ruhig angehen. Wir gehen schnorcheln und freuen uns über die ersten Schildkröten, die wir da zu sehen bekommen. Am 2. Tag lassen wir uns mit dem Schnorchelboot und ein paar anderen Touristen zu verschiedenen Schnorchelspots bringen. Diesmal sind fast noch mehr Schildkröten unterwegs, als letztes Jahr. Beim Spot Legian 1 hören wir bei 20 auf zu zählen und genießen einfach nur die vielen Schildkröten, die mit uns durchs Wasser schwimmen.

Am nächsten Tag sitzen wir ganz aufgeregt im Tauchboot.

 

Beim Briefing erkärt der Dive Master, wie der Tauchgang verläuft und die wichtigsten Zeichen unter Wasser. Dann gings rückwärts runter vom Boot, was tatsächlich ganz lustig ist und schon waren alle unter Wasser, nur ich bin einfach nicht untergegangen. Wer hätte gedacht, dass der schwerste Teil des Tauchens das Untergehen ist. Da ich dadurch etwas gestresst bin, schick ich den Dive Master zu den anderen (unter Wasser) und steige wieder ins Boot. Ein anderer Taucher ist auch wieder aufgetaucht, der hat Probleme mit den Augen und so unterhalten wir uns nett, bis Christian als erster wieder aufgegabelt wird. Anfängern geht die Luft immer schneller aus.

Beim nächsten Tauchgang bekomme ich mehr Blei und denke auch daran auszuatmen, wenn es runter gehen soll und schon funktioniert es super gut. Wir gehen neben der Wall runter und gerade da schwimmen 2 Schildkröten los und begleiten uns die ersten Meter. Super, erster richtiger Tauchgang und ich werde von Schildkröten begleitet, wenn das kein gutes Omen ist! Ich habe vorher zu Gi, unserem Dive Master noch gesagt, dass 10 Meter schon reichen für den Anfang. So bin ich der Meinung, dass wir da so auf 10 Metern neben der Wall her tauchen. Irgendwann drehen wir wieder um und tauchen ungefähr dort wieder auf, wo wir untergegangen sind. Tiefster Punkt: 20,6 Meter. Wow, das täuscht unter Wasser ganz schön, bzw. man kann es einfach nicht richtig einschätzen.

Am nächsten Tag machen wir wieder 2 Tauchgänge. Der erst ist super, beim 2. haben wir ne Strömung, mit der wir nicht so gut umgehen können. Christian noch besser als ich….. aber alles in allem, dafür, dass wir Anfänger sind, top!

Leider spielt das Wetter hier in Sulawesi genauso verrückt, wie im Rest der Welt. Die Dry-Season scheint dieses Jahr einer Raining-Season Platz gemacht zu haben:

Es regnet ab jetzt fast jeden Tag!!!! Wegen vorhergesagten Strömungen und dem Wetter sagen wir am nächsten Tag das Tauchen ab.

Wir haben uns hier mit Robbie, einem Amerikaner aus New York angefreundet und verbringen mit ihm einen netten verregneten Nachmittag mit Bier und interessanten Gesprächen. Man trifft Amerikaner ja eher selten. Spontan fallen mir mit Robbie auf all unseren Reisen 3 ein und so verschieden alle 3 auch waren, es waren immer super interessante und nette Menschen, die viel zu erzählen hatten und mit denen es so überhaupt nicht oberflächlich war! (Es gibt doch noch Hoffnung ;-))

Und schon sind die Tage auf Bunaken vorbei und es wird Zeit, die Rucksäcke zu packen: der spannende und neue Teil der Reise beginnt: es geht weiter zu den Togian Islands.

 

One thought on “Turtle Island Bunaken

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