Ihr kennt das ja schon, wie die letzten Male auch, ging es mit dem Flughafenbus zum Münchner Flughafen. Sehr gespannt war ich, ob man durch den Anschlag in Paris Veränderungen beim Sicherheitscheck bemerkt und ich muss sagen: ja. Ich durfte meine Sachen erst in eine blaue Box legen, als der Sicherheitsmann mir das OK gab. Und natürlich hat es bei mir gepiepst, als ich durch diesen Scanner durch bin und ich wurde von einer Sicherheitsfrau sehr genau abgetastet.
Am anderen Ende stand ein Grenzpolizist mit einem Gewehr, das hab ich bei uns so auch noch nie vorher gesehen.

Geflogen sind wir mit Etihad, denn neben dem guten Service, den man den Airlines aus den Emiraten nachsagt, bin ich mir sicher, dass man hier nicht mit Bombendrohungen rechnen muss!
Auf der ersten Etappe war das Flugzeug seltsam leer, ich schätze mal, dass es nicht mal halbvoll war. Das war dann ein recht angenehmer Flug, da wir uns ausbreiten konnten und jegliche Essensausgabe sehr schnell ging. Christian hat eh fast alles verschlafen….  Leider war der 2. Flug wieder ganz normal besetzt bzw rappelvoll.
Ortszeit kurz vor 4 Uhr in der Früh sind wir in Trivandrum gelandet. Die Einreise ging erstaunlich schnell. Mittlerweile gibt es ja ein Visa on Arival bzw. ein Visa, dass man sich online besorgen kann. Da mit uns nicht mal 10 Touristen geflogen sind, sondern hauptsächlich Einheimische, hat uns ein Zollbeamter gleich angesprochen und zu einem separaten Schalter geführt. Neu ist auch, dass einem bei der Einreise Fingerabdrücke abgenommen werden und ein Foto gemacht wird. Der Beamte war überdies etwas überfordert mit unseren Pässen, da er dort fast keinen Platz mehr für den Einreisestempel gefunden hat und hat somit gleich mal ein paar Fragen gestellt, wie: „You like travelling?“( man muss sich hier immer noch das typische indische Kopfschütteln dazu vorstellen) „What is your job?“, „Are you married?“…. gegrinst hat er von einem zum anderen Ohr, als ich ihm erklärt habe, dass das unsere 5. Indienreise ist. Verabschiedet hat er uns mit einem: „Welcome to India!“

Viel früher als erwartet standen wir beim Prepaid Taxi Schalter und haben uns ein Taxi organisiert, dass uns nach Varkala bringt. Das war eine abenteuerliche Nachtfahrt bei Regen und pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir in Varkala. Gesehen hat man davon aber nicht viel, da es immer noch sehr wolkig war. In Varkala haben wir unser bereits vorgebuchtes Zimmer bezogen bzw. noch ein besseres rausgeschlagen. Das mit dem Vorbuchen ist in Indien einfach keine so gute Idee, mit vor Ort besichtigen haben wir bis jetzt bessere Erfahrungen gemacht.

Varkala

Varkala hat sich fast nicht verändert oder irgendwie doch. Wir wohnen diesmal direkt oben an der Klippe, mittendrinn also, und verbringen die Tage hauptsächlich mit Blick aufs Meer und süßem Nichtstun. Die Hütte, in der wir vor 4 Jahren gewohnt haben, finden wir nicht mehr, da doch an allen Ecken und Enden neue Sachen entstehen.

In Varkala bleiben wir drei Nächte, um uns zu aklimatisieren und den Jetlag auszukurieren. Obwohl wir nichts, außer essen, schlafen, lesen und shoppen machen, vergeht die Zeit wie im Fluge.

Nach 3 Tagen freuen wir uns endlich auf das ‚richtige‘ Indien: unsere erste Zugfahrt nach Kanyakumari.

Am Bahnhof Varkala

Am Bahnhof Varkala

Im Zug

Im Zug

Im Abteil (Klasse AC2)

Im Abteil (Klasse AC2)

Fotos aus Varkala gibt es hier.

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